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Loslassen – der Zukunft eine Chance geben

Ich liebe die Zeit „zwischen den Jahren“. Um korrekt zu sein, gibt es sie natürlich nicht, denn die Jahre wechseln sich sekundengetreu ab. Aber es ist ein Luftholen nach dem meist turbulenten Weihnachtsfest und alles geht etwas ruhiger bis das neue Jahr von uns erwartet, wieder mit neuer Energie anzutreten. Mir scheint, diese Tage geben einem „offiziell“ die Erlaubnis, auszubaumeln, innezuhalten, privat zu sein, mit dem vergangenen Jahr persönlich abzuschließen.

zwischen den Jahren-Loslassen - der Zukunft eine Chance gebenAls würde ich die Erlebnisse in den Ordner 2016 ablegen, trenne ich mich jetzt schweren Herzens von schönen Reiseerlebnissen, unbeschwerten Sommertagen, fröhlichen Familientreffen….. Am besten alles bliebe, wie es ist – keine Veränderungen, die mein empfindliches und mühsam erreichtes Gleichgewicht ins Schwanken bringen. Ich fühle mich neuen Erschütterungen noch nicht gewappnet. Ich möchte festhalten, was ich habe und weiß doch, dass ich nicht selber darüber verfüge. Alles ist geliehene Zeit, sie bleibt nicht in meinen Händen, sie zerrinnt mir durch die Finger und ich muss sie loslassen. Nur so bekomme ich Platz für Neues, ob es mir gefällt oder nicht.zwischen den Jahren-Loslassen - der Zukunft eine Chance geben

 

Unsere große Welt ist so unsicher, dass ich mir meine eigene kleine sichere Welt basteln möchte. Am liebsten vakuumverpackt wie in einer Schneekugel. Stille, aber kein Leben. Die Sicherheit des Lebens besteht darin, dass es unruhig, unaufhaltsam und extrem wandlungsfähig ist. Flexibel. Ich habe also die Wahl , mich starr dagegen zu stellen und in Kauf zu nehmen, daran zu zerbrechen, oder selber flexibel zu werden, offen, gespannt auf das Neue. Wer weiß, vielleicht möchte ich auch davon in einem Jahr nichts missen?

Betty

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Dunkle Tage – wenn die Fröhlichmacher nicht fröhlich machen

Dunkle Tage - wenn die Fröhlichmacher nicht fröhlich machenSummertime and the living is easy…

haben es  große Jazz – Interpreten in der  bekannten Oper „Porgy and Bess“ von Gershwin besungen und drücken damit die Leichtigkeit des Seins aus, die ein unbeschwerter Sommertag mit sich bringt. Blauer Himmel, wogende Kornfelder, Meeresplätschern… Jeder assoziiert damit andere, aber immer angenehme Dinge.

Die Sonnenseite des Lebens ist uns leider nicht immer vergönnt. Was, wenn sich die Tage grau in grau feuchtkalt dahin schleppen und die Nebelschwaden sich klamm auch auf unser Gemüt zu legen scheinen? Wenn die größte Herausforderung des Tages darin besteht, morgens aufzustehen? Wenn die schon am Nachmittag einsetzende Dunkelheit beklemmend nach der Seele greift und ihr droht, im Meer aus Trübseligkeit zu versinken? Wenn die kleinen runden Fröhlichmacher uns ihre aufhellende Wirkung zu versagen scheinen und gut gemeinte Spaziergänge die Tristheit draußen noch mehr verinnerlichen?Dunkle Tage-www.feuerfangen.de

Wenn die  innere Chemie  aus dem Gleichgewicht geraten ist und die Highlights unserer Gefühle nicht mehr zu uns durchdringen, weil wir uns mit äusserer Chemie vor Tiefflügen schützen müssen, kann ein einfaches Prinzip  uns helfen, seelisch zu „überwintern“: Rückbesinnung auf schöne Dinge, die ich  z. Bsp im Sommer erlebt habe: Die Ferienreise, das Treffen mit Freunden, ein tolles Konzert, die Einladung zur Grillparty. Oder so simple Dinge, wie das weiche Moos unter meinen Füßen spüren, dIe Abende im Kerzenschein auf der Terrasse, sich im Wasser geschmeidig bewegen können, mit Kindern eine Sandburg bauen…

Dunkle Tage - wenn die Fröhlichmacher nicht fröhlich machen

Goethe formulierte es so: „Auch das ist Kunst, ist Gottes Gabe, aus ein paar sonnenhellen Tagen, sich soviel Licht ums Herz zu tragen, dass, wenn der Sommer längst verweht, das Leuchten immer noch besteht.

Dankbarkeit  ist ein weiteres Schlüsselwort im Umgang mit düsterer Stimmung. Dankbar zu sein für das, was man hat, statt nach dem zu sehen, was man nicht hat.

Noch krasser finden wir es bei Dale Carnegie in seinem Buch „Sorge dich nicht – lebe!“ ausgedrückt : „Das Leben war trübe, und Dollar hatte ich keine. Da traf ich auf der Straße einen Mann ohne Beine.“

Alles ist also relativ! Einer unserer ärgsten Gegner im Ringen um unser eigenes Wohlergehen ist gleichzeitig ein enger Vertrauter: das Selbstmitleid. Es verzerrt unseren Blick und versperrt der Dankbarkeit den Weg. Aber es liegt an uns, ihm Raum und Stimme zu verleihen. Halten wir also lieber nach den Sonnenstrahlen statt nach Regenwolken Ausschau!  Und wenn wir sie gar nicht sehen, ist es immer noch „besser, ein Licht anzuzünden, statt über die Dunkelheit zu schimpfen.“ (Konfuzius)

Betty

Dunkle Tage - wenn die Fröhlichmacher nicht fröhlich machen

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